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Kanban

Grundidee

Bei Kanban geht es darum, Abläufe zu optimieren, indem man sie zunächst transparent macht und so erkennt, welche Schritte in einem Ablauf ggf. Schwierigkeiten machen oder geändert werden müssen. Kanban ist also ein Mittel zur Ablaufoptimierung.

Transparenz entsteht dadurch, dass man auf einer Tafel (Kanban-Board) bzw. einem Plakat Bereiche für verschiedene Prozesschritte darstellt und dann die über die Zeit Aufgaben (z.B. in Form von PostIt-Zetteln) jeweils immer in dem Bereich ablegt, in dem sie sich gerade befinden.

Ein einfaches Kanban-Board, z.B. für die persönliche Arbeitsplanung könnte wie folgt aussehen:

Kanban.001

Eine neue Aufgabe würde in diesem Board in der linken Spalte eingefügt. Sobald man sich um diese Aufgabe kümmert, wandert sie in den Bereich der aktuell bearbeiteten Aufgaben. Ist die aufgabe Abgeschlossen, dann gelangt sie in die dritte Spalte.

Die Unterteilung in Spalten hat einen wichtigen Effekt: In dem obigen Beispiel ist eine Aufgabe entweder abgeschlossen, oder nicht - es gibt keine "fast abgeschlossenen" Aufgaben!

Eine zusätzliche Komponente ist das Kaizen, die kontinuierliche Verbesserung: Es ist notwendig, regelmäßig den Ablauf des Prozesses zu hinterfragen und Schwachstellen zu beseitigen - beispielsweise im Rahmen regelmäßiger Team-Besprechungen.

Kanban für Schülerprojekte

Da die Grundidee von Kanban die ist, Abläufe und deren Schwachstellen transparent zu machen, eignet sich diese Technik perfekt für den Einsatz in Schülerprojekten. Dazu sollte das Kanban-Board etwas verfeinert werden:

Bei einem Projekt sind nicht alle Aufgaben von Afang an gut einschätzbar - diese Groben Aufgaben sind trotzdem vorhanden und müssen bearbeitet werden - sie landen deshalb in einem Silo für grobe Aufgaben (das kann eine erste eigene Spalte sein, oder wie beim SCRUM-Prozess der Aufgabenvorrat, also das "Backlog").

Für eine bestimmte Zeitspanne, z.B. eine Woche, werden dann die wichtigsten oder drängensten Aufgaben aus diesem Vorrat genommen und so genau beschrieben, dass sie sich in mehreren Teilen umsetzen lassen. Die so entstehenden feinen Aufgaben landen dann in einer eigenen Spalte - im Beispiel unten ist das die "Diese Woche"-Spalte.

Nach und nach werden dann die einzelnen Aufgaben begonnen (möglichst wenige gleichzeitig) und nach und nach fertiggestellt. Dabei bedeutet "fertiggestellt", dass der Schüler mit dem Ergebnis zufrieden ist. Diese Aufgaben können dann vom Lehrer überprüft und entweder abgenommen werden (gilt als geliefert), oder mit dem Hinweis auf Mängel oder Fehler wieder in die "In Arbeit"-Spalte zurückgehängt werden.

Sowohl Lehrer als auch Schüler haben damit jederzeit einen transparenten Überblick über den aktuellen Projektstand und Schüler können vom Lehrer frühzeitig Rückmeldungen zu ihren Leistungen erhalten. Umgekehrt können Lehrer frühzeitig Probleme bei der Bearbeitung eines Projekts oder einer Aufgabe erkennen.

Kanban.003